Idee und konzeptionelle Umsetzung:

Die Kinderspielstadt ist ein Plan- und Rollenspiel, das Kindern einen Zugang zu dem komplexen System Stadt ermöglicht und in dem sie weitgehend frei entscheiden können. Sie wird mit Betrieben und Einrichtungen aus den Bereichen Politik und Verwaltung, Dienstleistung, Produktion, Kultur, Bildung und Medien sowie einem eigenen Geldkreislauf möglichst wirklichkeitsgetreu nachgebildet. In diesem dabei offenen Experimentiergelände ergeben sich für die Kinder Handlungs- und Spielräume, die viele Möglichkeiten zur freien Gestaltung bieten. Erwachsene Betreuer stehen ihnen nur beratend zur Seite. Eltern können die Stadt nach Erhalt eines Kurzeitvisums in Begleitung von Kindern als Touristenführer besuchen.

Die Kinderspielstadt ist wochentags täglich von 9.30 bis 16.30 Uhr geöffnet.

 

Partizipation und Bildung:

 

Das Projekt Kinderspielstadt greift die Themen der Handlungsfelder Partizipation und Bildung aus dem Jugendförderplan der Hansestadt Herford auf. Es verfolgt das Ziel, Kindern gesellschaftliche und politische Prozesse in altersgerechter Weise verständlich und begreifbar zu machen und ihnen bei der Gestaltung einen größtmöglichen Spielraum zu geben. Jeder Betrieb wird in Eigenverantwortung geführt und verdeutlicht die Nähe zur Lebens- und Lernwelt der Kinder und Jugendlichen. Darüber hinaus findet der Begriff der „Alltagsbildung“ in der Kinderspielstadt seine praktische Anwendung, indem den Kindern ein außerschulischer Lernort dargeboten wird. Dort stehen ihnen vielfältige Betätigungsfelder zur Verfügung, die ihnen die Möglichkeit bieten sich entsprechend ihrer individuellen Fähigkeiten einzubringen.

 

 

Die Projektziele sind erreicht, wenn

  • sich die Kinder und Jugendlichen als Bürgerinnen und Bürger der Spielstadt in das Stadtgeschehen einbringen und es mitgestalten,
  • die Kinder und Jugendlichen an den Bürgerversammlungen teilnehmen und sie sich an den Wahlen beteiligen,
  • Kinder und Jugendliche Verantwortung in politischen Gremien übernehmen,
  • die TeilnehmerInnen Waren- und Geldkreisläufe nachvollziehen können,
  • die TeilnehmerInnen eine Idee von Arbeiten und Zusammenleben entwickelt haben,
  • die TeilnehmerInnen die Grundstrukturen der Demokratie nachvollziehen können,
  • TeilnehmerInnen sich in Folgeprojekten als Betreuer engagieren,
  • TeilnehmerInnen eine Vorstellung von unterschiedlichen Berufen haben.